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Mittlerweile bahnt sich ein Durchbruch des EIB auch im privaten
Wohnungsbau an
Bild: Bussysteme, wie der EIB, präsentieren sich als
zukunftsweisendes System mit vielen Funktionen (Foto: Deutsche EIBA).
Bis zu 64 Netzteilnehmer können
direkt miteinander verbunden werden; sie bilden eine Buslinie. Versorgt werden
sie von einem oder mehreren Netzteilen in Abhängigkeit von der Leitungslänge,
die bis zu 1km betragen darf. Der Abstand zwischen zwei Teilnehmern darf max.
700m betragen, zum Netzteil sind 350m zulässig. Wenn 64 Teilnehmer nicht
ausreichen, können mit Linienkopplern bis
zu 12 Linien zusammengeschaltet werden. Für Großanlagen gibt es Bereichskoppler, die den Maximalausbau um den Faktor 15
erweitern.
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Seinen Siegeszug hat der "European
Installation Bus" (EIB) im Zweckbau begonnen, wo er eine wirtschaftliche
Nutzung von Gebäuden über ihre gesamte Lebensdauer gewährleistet. Bussysteme
garantieren eine flexible Raumnutzung sowie Möglichkeiten
zur Erweiterung oder Anpassung an zukünftige technische Entwicklungen. Lastmanagement und automatisches Schalten bzw. Steuern der
Verbraucher lassen die Betriebskosten sinken. Die
einfache Verdrahtung mit nur einer Steuerleitung verringert als Nebeneffekt
die Brandlast.
Die wesentlichen Aufgaben des EIB sind:
Mittlerweile bahnt sich ein Durchbruch des EIB auch im privaten (gehobenen)
Wohnungsbau an. Die Erkenntnis, dass sich ein solches Bussystem lohnt,
wenn die Anforderungen über das bloße Licht ein- und ausschalten hinausgehen,
hat sich durchgesetzt. Die höhere Funktionalität (Bild 1), die sich durch die
gewachsenen Ansprüche an Komfort, Sicherheit und auch Wirtschaftlichkeit
ergibt, lässt sich mit einem Bussystem besser – teilweise sogar ausschließlich
– realisieren und dann eventuell preisgünstiger als mit konventioneller
Installationstechnik. Auf jeden Fall wird die Zukunft gleich mit installiert,
d.h. es ist Flexibilität für zukünftige Nutzungsänderungen oder
Erweiterungen gegeben. So besteht auch die Möglichkeit, mit einer EIB-
"Grundausstattung" – einer zukunftssicheren Vorverkabelung mit
einigen vorerst noch nicht benötigten Versorgungsleitungen und zusätzlichen
Installationsdosen – zu beginnen und in den folgenden Jahren entsprechend des
vorhandenen Budgets die gewünschten Funktionen und Geräte nachzurüsten. Geändert
werden muss dann nur die Programmierung, was sich allerdings als problemlos
darstellt.
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Ein Querschnitt von aktuellen und in
naher Zukunft möglichen Anwendungen

Der EIB tauscht seine Daten über ein
verdrilltes Adernpaar aus (Twisted Pair). Im Prinzip reicht dafür ein einfaches
Telefonkabel. Um aber nach VDE diese Kleinspannungsleitung im gleichen Kanal wie
die Netzleitungen führen zu dürfen, wurde das Spezialkabel J-Y(St)Y
eingeführt, dessen Außenisolation bis 4kV spannungsfest ist. Innerhalb der
Schalterdosen sind aber Maßnahmen zur Trennung von Datenkabel und 230V-Welt nötig.
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Bereits Realität:
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Raumweise Temperaturabsenkung bei
Abwesenheit bzw. außerhalb der Nutzungszeiten
-
Haustürschloßgesteuertes Absenken der
Heizung und Freischalten definierter Steckdosen und/oder Verbraucher
bei automatischer Aktivierung von Überwachungs-
bzw. Alarmfunktionen
-
Fernwartung und evt. Reparatur bzw.
Reparaturdiagnose von angeschlossenen Geräten (z.B. Heizung,
Fernseher, Stereoanlage, Waschmaschine, Gefrierschrank,
Geschirrspüler, Kühlschrank usw.)
-
Anwesenheitssimulation im Urlaub
-
Durch einen Telefonanruf können die sich außerhalb des Hauses
aufhaltenden Bewohner die Absenkphase des Heizungssystems beenden, die Waschmaschine
starten oder die Sauna aufheizen.
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Bislang ungeahnte Möglichkeiten in der
Sicherheitstechnik, intelligente, hocheffiziente Alarmsysteme
-
Lichtszenen: Auf Knopfdruck eine bestimmte
Kombination und Lichtstärke von Lampen wählen.
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Panikbeleuchtung: Mit einem Schalter im
Schlafzimmer das Licht im ganzen Haus und im Garten einschalten (z.B.
bei Einbruch)
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Selbständiges Abstellen des Staubsaugers beim Läuten des Telefons.
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Elektrische Energie wird von den Geräten angefordert und nach
Erhalt bestätigt, wodurch sich die Sicherheit im Haus erhöht: spielt
ein Kind an der Steckdose, so bedeutet das keine Gefahr mehr, da ein
Finger kein Signal zur Stromanforderung auslösen kann.
-
Wird an ein
Gerät von einer bestimmten Ressource weniger geliefert als
angefordert, lässt dies auf eine beschädigte Leitung schließen,
woraufhin die Leitung gesperrt und die Bewohner benachrichtigt werden.
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Bei zu starken äußeren Wärmeeinwirkungen kann mit Hilfe der Beschattungseinrichtungen
(Jalousie, Markisen) und auch durch Lüften entgegengewirkt werden.
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Bereitstellung von Warmwasser zu gewünschten
Zeitpunkten, ohne unnötige bzw. zu frühe Wassererwärmung.
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Kinder überwachen
-
Regelungsstrategie, die neben der
Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit berücksichtigt.
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Lastmanagement: Gleichmäßigen
Verbrauch an Energie im privaten Haushalt anstreben, Lastspitzen
vermeiden und den Verbrauch soweit wie möglich in Niedrigtarifzeiten verschieben.
Bald Realität:
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automatisierte Abfallentsorgung
-
anspruchsvolles Abfallsortieren, mit visuellen Informationen und
Sensordaten über die Materialbeschaffenheit als Grundlage
-
Heizungssteuerung nach den Wetterdaten und
-prognosen des meteorologischen Dienstes
-
"intelligenter" Stromzähler weiß, wann
und von welchem Anbieter der billigste Strom aus der Steckdose kommt
-
Erdbebenerkennung durch Fuzzy-Regler: Alarmierung der
Bewohner, mit Kappen sämtlicher Versorgungsleitungen (in Japan
bereits in Erprobung)
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Wasser mehrfach verwenden und Regenwasser in die Versorgung
einbeziehen
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neu gekauft: Radio, Fernseher an die Kommunikationssteckdose
im angeschlossen, schon auf die Lieblingssender programmiert
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Vorteile
intelligenter Gebäudesystemtechnik
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Vorteile
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Energieeinsparung von
ca. 30 % im durchschnittlichen Einfamilienhaus
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Reduzierung des
"Elektrosmogs" um ca. 50 %, Netzfreischaltung für
Schlafräume, erhöhtes Wohlbefinden
-
Hohe
Flexibilität und Zukunftssicherheit, Erweiterungen problemlos,
Nutzungsänderung durch einfaches Umprogrammieren
-
vereinfachte Wartung von Gebäudekomplexen via
Telefon oder Internet, gezielte Abfrage von Messwerten und Zuständen
von einer zentralen Stelle aus
-
Sicherheit durch visuelle und akustische Überwachung,
Automatik- und Fernbedienung von Beleuchtung und Jalousieanlagen,
Alarmmeldung per Telekommunikation
-
automatische Konfiguration von Geräten am Netz, vereinfachte
Inbetriebnahme
-
Komfort durch Überwachung und Steuerung der Inhalte von
Gefrier-, Kühl- und Vorratsschränken, Ausdruck von
Einkaufszettel
-
Wartungs- und
Reparaturfreundlichkeit durch Fehlerprotokolle, bzw. einfachen
Komponentenaustausch
-
behindertengerechte Wohnung mit Sprachsteuerung und -ausgabe
für Blinde, Notrufdienste mit Videobeobachtung, Heimautomation
-
konsumentenfreundliche Verbrauchsabrechnung durch Anbindung
an TK-Netze.
- Trennung
der Signalübermittlung und Spannungsversorgung der Verbraucher
> Spannungsleitung unabhängig von Schaltstellen oder
Sensorpositionen
- gemeinsame Nutzung von Signal und
Steuerleitungen
- leichte Verknüpfbarkeit und
Mehrfachnutzung verschiedener Sensoren
- Änderung und Erweiterung der Anlage
ohne großen Installationsaufwand
- Kompatibilität aller EIB-Geräte, auch
von unterschiedlichen Herstellern
- Visualisierung der Betriebszustände
aller Geräte ohne großen Aufwand möglich
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Anwendungsbeispiele
nach Themen

Abbildung: Grundfunktionen der Heim Automation Quelle: Domologic
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Fernkontrolle
Wer kennt nicht das Gefühl der Unsicherheit nach den ersten
Kilometern der Urlaubsreise, ob in der zurückgelassenen Wohnung der
Herd abgestellt ist, alle Fenster geschlossen sind oder ähnliche
Fragen. Ein „Intelligentes Haus“ kann hier selbst dafür sorgen, dass
alle Geräte und Systeme in einem sicheren Zustand sind. Zudem
kann von jedem Telefon aus der Zustand einzelner Geräte oder Systeme
abgefragt und gegebenenfalls korrigiert werden.
Auf die gleiche Weise können vor der Heimfahrt, sei es nun vom
Urlaubsort oder vom Arbeitsplatz aus per Telefon Geräte oder Systeme
so eingestellt werden, wie sie bei Ankunft vorgefunden werden wollen.
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Fernablesen von Verbrauchszählern
In Zusammenarbeit mit Versorgungsunternehmen kann das Ablesen
der Verbrauchszähler (Strom, Wasser, Gas) vereinfacht werden, da auch
die Zähler Komponenten des Haussystems sein können und somit per
Telefon abgefragt werden können. Eine Anwesenheit der Bewohner bei
Ablesung oder ein Selbstablesen ist nun nicht mehr notwendig. Eine
Vereinfachung ergibt sich auch bei einem Wohnungswechsel. Zum
Auszugszeitpunkt kann telefonisch das Ablesen ausgelöst werden. Wird
innerhalb des Bereiches eines Versorgungsunternehmens umgezogen, können
die Daten direkt von der aufgegebenen in die zukünftige Wohnung übertragen
werden und es entfallen zusätzliche Abrechnungen
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Lastmanagement
Das Ziel des Lastmanagements ist es einen möglichst gleichmäßigen
Stromverbrauch, verteilt über einen Tag, zu erreichen. Der
Stromverbrauch von Haushalten hat auf die Tagesverteilung einen
erheblichen Einfluß, so entstehen zum Beispiel um die Mittagszeit
herum Spitzenwerte, was auf den Stromverbrauch beim Kochen zurückzuführen
ist. Über billigere Tarife zu Zeiten mit niedriger Auslastung
versuchen die EVUs für Haushalten einen Anreiz zu bieten den
Stromverbrauch auf solche Zeiten zu verlagern. Bisher wurden die
Billigtarifzeiten durch statistische Auswertung über des
Stromverbrauch über einen längeren Zeitraum festgelegt. Eine
dynamische Anpassung auf aktuelle Verbrauchswerte ist mit diesem
Verfahren nicht möglich. Die Kopplung eines EVU mit den Haussystemen
der angeschlossen Haushalte eröffnet aber eine sehr flexible Methode,
den Stromverbrauch zu homogenisieren. Bei diesem Verfahren würde der
Kunde den Bedarf, einen Großverbraucher (z.B. Waschmaschine) zu
nutzen, anmelden und zusätzlich einen Zeitpunkt nennen, bis zu dem
das Gerät spätestens seine Arbeit verrichtet haben muss. Das EVU weiß
somit immer, welche Geräte in nächster Zeit Strom benötigen und
kann eine gleichmäßige Verteilung vornehmen, indem die Geräte
innerhalb der Zeitvorgaben vom EVU ferngestartet werden können. Geräte,
die dabei zu Zeiten geringer Auslastung gestartet werden können,
bekommen Strom zu besonders günstigen Tarifen.
Diese Anwendung ist sowohl aus global ökologischer Sicht vorteilhaft,
kann aber auch dem Verbraucher deutliche Kostenvorteile verschaffen,
wenn er Großverbraucher in seiner Wohnung vorausplanend nutzt.
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Anwesenheitssimulation
Aufgrund von Berichten in den Medien über eine deutlich erhöhte
Kriminalstatistik wächst das Bedürfnis der Bürger nach mehr
Sicherheit. Eine Möglichkeit der Einbruchsvorbeugung ist es, auch
eine leere Wohnung bewohnt aussehen zu lassen (z.B. während des
Urlaubs). Bisherige Systeme (insbesondere Zeitschaltuhren für Licht
und Rollläden) sind gerade bei längerer Abwesenheit wie Urlaub zu
inflexibel. Mit einem Haussystem können zum einem alle Systeme in
eine Anwesenheitssimulation eingeschlossen werden und zum anderen
wesentlich komplexere Schaltprogramme vorgegeben werden, so dass keine
Wiederholungsmuster, die auf eine Automatisierung schließen lassen,
erkennbar vorkommen müssen. Des weiteren kann auf Wettereinflüsse
reagiert werden, so dass z.B. die Rollläden an sonnigen Tage später
als an bewölkten Tagen herabgelassen werden.
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Fehlalarmvermeidung
Bei konventionellen Alarmanlagen reicht genau das Ansprechen
eines Sensors aus, um einen Alarm auszulösen. Dies führt zu häufigen
Fehlalarmen und schließlich dazu, dass die Anlage abgeschaltet
bleibt, oder dass ein echter Alarm von den Nachbarn ignoriert wird.
Prinzipiell entsteht aber bei einem Einbruch soviel Aktivität, dass mehrere Sensoren nach bestimmten Mustern ansprechen
müssten. Die
Auswertung der Sensoreninformationen über ein Expertensystem, in dem
solche Muster eingegeben sind, kann die Anzahl von Fehlalarmen
deutlich verringern. Voraussetzung hierbei ist aber, dass Sensoren
einzeln ausgewertet werden können, und nicht, wie bisher, zu
Schleifen zusammengefasst sind. Die Vernetzung der Sensoren über
einen Hausbus schafft aber genau diese Voraussetzung.
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Heizungssteuerung
In einem Haussystem können auf einfache Weise viele Größen
für eine effiziente Heizungsregelung verwendet werden. Bislang ist
meist nur ein Temperaturfühler vorhanden. Des weiteren können
einzelne Räume oder Heizzonen getrennt geregelt werden. Dazu ist es
notwendig, dass Heizkörperventile elektrisch betrieben werden können
und dass verschiedene Sensoren zur Verfügung stehen. Bei der Regelung
der Gesamtleistung der Heizungsanlage und der einzelnen Räume bzw.
Heizzonen können dann Größen wie Raum-Ist-Temperatur, Anzahl von
Personen in einem Raum, Außentemperatur, Windrichtung und -stärke
sowie Fensterstellungen mit berücksichtigt werden. Sind elektrische
Fensteröffner vorhanden, kann ein automatisches Lüften unter ökologisch/ökonomischen
Gesichtspunkten erfolgen (z.B. während einer Absenkungsphase der
Heizung).
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Hilfe für Senioren und Behinderte
Für Menschen mit einschränkten Fähigkeiten (z.B. Motorik
oder Sehvermögen) ist die Benutzung normaler technische Geräte kaum
oder oft auch gar nicht möglich, da die Bediensysteme nicht an ihre
Bedürfnisse angepasst sind. Für einige weit verbreitete
Behinderungen, wie etwa Blindheit, sind teilweise Spezialanfertigungen
technischer Geräte verfügbar. Mit einem Haussystem sind aber
flexiblere Lösungen möglich. Bei dieser Technik braucht nur einmal
ein spezielles Ein-/Ausgabesystem vorhanden zu sein. Über dieses
System können nun alle an den Bus angeschlossenen Geräte wieder
bedient werden, wobei diese Geräte keine teuren Spezialanfertigungen
zu sein brauchen. Bei einem modularen Konzept für solche speziellen
Ein-/Ausgabesysteme können diesen individuell den Bedürfnissen
einzelner Personen angepasst werden. Bei geänderten Bedürfnissen können
diese Systeme leicht und kostengünstig angepasst werden.
Je nach Bedarf lassen sich in ein Haussystem einfach Zusatzsysteme
aufnehmen, z.B. elektrische Türöffner, wenn der Fall eintritt, dass
ein Bewohner auf einen Rollstuhl angewiesen wird. Da ein Haussystem
mit den Bedürfnissen der Bewohner mitwächst, können Menschen auch
bei Fortschreiten altersbedingter Einschränkungen meist noch
weiterhin autonom in ihrer gewohnten Umgebung leben.
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Heimautomation und Multimedia
Einsparung von Energie, dazu Arbeitserleichterung, Komfort und Sicherheit
Der neue Konnexstandard macht's
möglich: Eine Koppelung von Powerline (Datenübertragung über das Stromnetz
mit Konnex PL132 - hier rot) und Twisted Pair (Leitungsnetz 24V mit Konnex TP1
- hier grün)
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Einerseits ermöglicht die Netztechnik im intelligenten Heim, Haus-
und Haushaltstechnik, Beleuchtung und Heizung, Zugangsberechtigung und
Brandschutz so exakt zu steuern, zu nutzen und zu überwachen, dass
Einsparung von Energie, dazu Arbeitserleichterung, Komfort und Sicherheit
in hohem Maß gewährleistet sind. Bei Bosch beginnt die Schilderung
eines "Tages mit Domotik" im Internet so:
"Zeitgesteuert
oder per Knopfdruck heben sich die Rollläden im gesamten Haus. Auf
Wunsch entscheidet Domotik mittels Helligkeitssensoren, in Abhängigkeit
vom Tageslicht, ob sich die Rollläden öffnen oder sich das Licht
anschalten soll. Kurz zuvor hat Domotik bereits die Heizung im Bad, in
der Küche und im Esszimmer von der Nachtabsenkung auf behagliche
Wärme reguliert. Radio oder Fernsehen schalten sich, auf Wunsch zeitgesteuert,
zu den Frühstücksnachrichten ein. Auch Kaffeemaschine und Eierkocher
haben - falls gewünscht - ihre Arbeit aufgenommen
"
Andererseits soll alles, was schon heute oder in Zukunft an modulierten
Trägerfrequenzen oder multimedialen Signalen im Heim üblich
ist, nicht mehr auf separate Steckdosen verteilt werden. Statt dessen
steht ein Netz zur Verfügung, das noch dazu über so viel integrierte
Intelligenz verfügt, dass angeschlossene Geräte sich netzintern
selbst konfigurieren und genau die Informationen bzw. Signale dem Netz
entnehmen oder zuführen, die sie brauchen oder anzubieten haben.

Abbildung: Pilotprojekt Gifhorn Quelle: Domologic
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Die Entwicklung
von intelligenten Systemen, durch die Haushalts- und CE-Geräte miteinander
kommunizieren und zugleich "Inhalte" übertragen können,
ist in vollem Gange.
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Ein Heim wird freilich nicht nur deshalb vernetzt, damit es mit Hilfe
von Steuersignalen sparsam beheizt und beleuchtet werden kann. Längst
werden auch Telefon-, Fax-, Antennen-, Audio-, Video- und Computersignale
in einzelnen Räumen oder Wohnhäusern verteilt. Die Entwicklung
von intelligenten Systemen, durch die Haushalts- und CE-Geräte miteinander
kommunizieren und zugleich "Inhalte" übertragen können,
ist daher in vollem Gange. Sie basieren auf etablierten Standards der
Informationstechnik.
Windows 2000 und XP von Microsoft enthalten die Plug-and-Play-Technik
zur automatischen Erkennung aller Devices innerhalb eines PC. Diese Fähigkeit
soll ein künftiges Universal Plug and Play, abgekürzt UPnP,
auf Geräte in einem (externen) Netzwerk erweitern. Sobald Geräte,
die UPnP unterstützen, an ein Netz angeschlossen werden, konfigurieren
sie sich automatisch. UpnP erkennt nicht nur die Geräte selbst, sondern
auch relevante Produkteigenschaften einschließlich der Kommunikationsprotokolle.
Eine digitale Kamera kann beispielsweise einen Drucker im Netz - ggf.
samt seiner Fähigkeit, farbig zu drucken - automatisch "entdecken"
und ein entsprechendes Foto direkt ausdrucken lassen.
Ähnliches gilt für Geräte, die Jini (Java Intelligent Network
Infrastructure) von Sun Microsystems unterstützen. Jini basiert auf
Java; ein bestimmtes Betriebssystem ist also nicht erforderlich.
Trotz gewisser Gemeinsamkeiten stehen die Technologien von UPnP und Jini
für unterschiedliche Philosophien:
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UpnP sieht den PC und die Betriebssoftware Windows im Zentrum des
Haushalts der Zukunft. Der PC kontrolliert alles, vom Stromverbrauch
über den Anrufbeantworter bis hin zur Übertragung von Videodaten.
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Jini verfolgt dagegen einen radikal dezentralen Ansatz, bei dem Kontrolle
und "Intelligenz" über das ganze Netzwerk verteilt ist
und explizit keine Zentrale existiert.
Die Deutsche Telekom hat einen eigenen Lösungsansatz. Im "Smart
Home" wird eine drahtlose ISDN-Vernetzung eingesetzt. Geräte,
die via Kommunikationssteckdose oder über Funk miteinander verbunden
sind, melden sich selbst im Netz an und konfigurieren sich automatisch.
"Man kauft ein neues Radio, schließt es an die Dose an, und
schon ist es auf die Lieblingssender programmiert." Die Kommunikationssteckdose
führt über ISDN oder T-DSL ins Internet. Dazwischen kommen Gateways
und intelligente Plattformen zum Einsatz. Das Ziel: Jedes Gerät im
Haushalt lässt sich via Internet oder per Sprache von jedem Telefon
aus überwachen und fernsteuern. Im übrigen soll eine technische
Plattform entwickelt werden, die es Service Providern erlaubt, ihre Dienstleistungen
den privaten Haushalten direkt anzubieten. Zur
Übersicht
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Bluetooth
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Mitte 1999 haben die Gründungsunternehmen
des Bluetooth-Konsortiums (Ericsson, Nokia, Toshiba, IBM, und Intel)
die offene Bluetooth-Spezifikation 1.0 vorgestellt. Bluetooth ist
für Kurzstrecken-Funkverbindungen zwischen PDAs, Laptops, Handys
und andere tragbare Geräte gedacht. Dadurch konkurriert Bluetooth
mit dem bekannten IrDA-Standards für die Infrarot-Datenübertragung.
Mit Bluetooth-Adaptern ausgestattete Geräte erkennen sich automatisch
und bauen eine Netzverbindung untereinander auf. Auf der Trägerfrequenz
2,4 GHz gelangen die Daten von einem Adapter zum anderen.
Die Signale haben keine Vorzugsrichtung und sind daher im Prinzip
von jedem entsprechenden Gerät zu empfangen. Damit nur Geräte
miteinander kommunizieren können, denen das zusteht, gibt es
eine eindeutige Identifikation (ID) und zusätzlich eine Verschlüsselung.
Die Reichweite ist auf 10 m beschränkt, die Datenrate beträgt
maximal 1 Mbit/s.
Erstes und typisches Bluetooth-Produkt war ein Art Freisprecheinrichtung.
Sie ermöglicht eine drahtlose Verbindung zum Handy, im Umkreis
von 10 m und ohne Sichtverbindung. Das Mobiltelefon kann also im Koffer
verstaut sein.
www.bluetooth.com
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Es vereinigt alle Leitungen für
Fernsehen, Internet und Telefon.
Die Steckdosen sind nach dem Baukastenprinzip konzipiert und
lassen sich mit wenigen Handgriffen auf etwaige neue Bedürfnisse hin
anpassen.
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Das Multimedia-System "Home Way"
vereinigt alle Leitungen für
Fernsehen, Internet und Telefon. Es wird als sternförmiges
Netzwerk verlegt und verwendet ein neuartiges Kabel, das sowohl gewöhnliche Kupferadern als auch
ein abgeschirmtes Koaxialkabel enthält. Alle Signale, die über
Satellit, Kabel oder Antenne ins Haus gelangen, münden in einen
Systemverteiler. Von dort leitet eine zentrale Elektronik die Informationen
in das elektronische Hausnetzwerk. In den Räumen dienen neu
entwickelte Multimedia-Steckdosen als Zapfstellen für Telefon, Fernsehen oder
Computer.
Bei HomeWay von gibt es nur noch einen Stecker und ein Kabel:
Für Telefon und Kabel-TV, für Digitalradio, ADSL-Kommunikation,
Computernetze usw. HomeWay war das
erste Multimedia- und Heimautomatisierungssystem (mit Instabus EIB) in
Europa.
Die zugehörige Multimediasteckdose enthält austauschbare Einsätze für den Anschluss der verschiedenartigen
Endgeräte. Mit wenigen Handgriffen lassen sich die Einsätze
austauschen, wenn die Dose anders genutzt werden soll.
Die
Koaxialleitungen des Systems bieten eine Übertragungsbandbreite
von mehreren Gigahertz, für die Datenübertragung stehen bis
zu 100 MHz zur Verfügung - das ist tausend Mal
schneller als bei ISDN.
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Technologien
des Bluetooth-Konsortiums
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DigitalDNA: Das Motorola DigitalDNA-Lab will sich auf die
Entwicklung einer Technologie konzentrieren, die digitale Geräte
netzwerk-geeignet macht, um intelligente Produkte wie Fernseher,
Autos, Haushaltsgeräte, PDAs und drahtlose Kommunikationssysteme
miteinander zu verbinden.
IEEE 1394 (Firewire): Sony arbeitet seit 1992 an der Entwicklung
der Bus-Technik IEEE 1394/1995 (Firewire) von Apple mit und demonstrierte
auf dieser Basis anlässlich der IFA 99 sein digitales Home-Entertainment-Netzwerk.
Es soll die Verbindung zu externen Entertainment- oder Informations-Angeboten
wie Digital-TV oder Internet herstellen, die über Home Gateways
ins Haus gelangen. IEEE 1394 bezeichnet eine serielle Schnittstelle
zur Übertragung digitaler Daten mit bis zu 400 Mbit/s.
IES (Integriertes Empfangs-System): Mit der Struktur des
IES können bestehende Verteil- und Kommunikationsstrukturen
(Kabel, Terrestrik, Telefon) durch gemeinschaftlichen Sat-Empfang
ergänzt werden. Die zugehörige Steckdose kombiniert Antennen-
und (TAE-)Telefonanschluss.
ATVEF (Advanced Television Enhancement Forum): Bei der
Verschmelzung von Internet und Fernseher soll das Surfen mit dem
Fernseher technisch optimiert werden. ATVEF will sich auch den Markt
der Heimvernetzung nicht entgehen lassen. In den entworfenen Normen
finden sich Anschlüsse, über die weit mehr als nur Fernseher
und Computer gesteuert werden können.
Ebenfalls am Wettlauf zum Standard für Heimnetze beteiligt
sind Novell mit der Schnittstelle NetTOP und Cisco mit seinem Heim-Router
Cisco 924. Aber auch IBM (T Spaces), Lucent (Inferno) und HP (JetSend)
arbeiten an ähnlichen Konzepten.
www.atvef.com
weitere Links zum Thema:
www.honeywell.de
www.mediafusionllc.net
www.sun.com/jini/
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Zur Übersicht
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Intelligente Gebäudesystemtechnik bald gängiger
Standard
Großer Nachholbedarf in der
Gebäudetechnik
Einstieg in
EIB-Lösungen ab
€ 3.000,-
Vor EIB-Buslösungen abzuraten wenn
ihnen kein konkreter Nutzen gegenüber steht.
Ansspruchsvolle Gebäudetechnik mit Bus-Technik
sogar billiger
Steuerungstechnik und Multimedia wachsen zusammen
Homway/Bus-Leerrohrverkabelung bei uns bereits Standard |
Man geht davon aus, dass bis 2010 50 % aller
neu gebauten Häuser mit intelligenter Gebäudesystemtechnik ausgerüstet
sein werden. Mittlerweile über 200 Firmen arbeiten mit Intensität und mit
Milliardeninvestitionen daran, Produkte für die Heimanwendung - also für den
klassischen Häuslebauer - zur Serienreife zu bringen. Es ist daher wohl nur
noch eine Frage der Zeit, bis die intelligente Gebäudesystemtechnik
gängiger Standard im privaten Wohnungsbau ist. Fachleute erwarten hier eine
ähnliche Entwicklung wie beim Handy, dessen heutige Verbreitung sich vor
wenigen Jahren noch kaum jemand hätte träumen lassen.
Der Nachholbedarf in der Gebäudetechnik ist groß.
Bei isolierter Betrachtung nur der Elektrotechnik eines Hauses ist
festzustellen, dass sich seit den Fünfziger Jahren - vom Aussehen der Schalter
einmal abgesehen - kaum etwas geändert hat. Wie aber hat sich z.B. das Auto in
diesem Zeitraum entwickelt? Jedes Mittelklassefahrzeug, das wir am Tag
durchschnittlich 45 Minuten nutzen und das eine Lebensdauer von gerade einmal 10
Jahren hat, verfügt - anders als das heute noch gängige Standardhaus - über
eine Vielzahl an intelligenter Technik (intelligentes Motormanagement,
Bremssteuerung, ABS, ASR, elektrische Fensterheber, Wegfahrsperre, Airbags
usw.). Nicht wenige sind bereit, für ein Fahrzeug der gehobenen Mittelklasse
€ 10.000,-- an Extras auszugeben.
Beim Bau eines Hauses gilt der Einstieg in EIB-Lösungen ab
€ 3.000,--. Für € 10.000,-- lässt sich
bereits eine ganze Menge realisieren. Anders als beim Auto amortisieren sich
solche Ausgaben aber durch Energieeinsparung, Komfort und Zusatznutzen oft schon
in kurzer Zeit, vor allen Dingen stehen sie ein ganzes Hausleben zur
Verfügung.
Dennoch ist vor EIB-Buslösungen abzuraten, auch von
sogenannten vorbereitenden Installationen, wenn ihnen kein konkreter Nutzen
gegenüber steht. Häuser, bei denen keine zusätzlichen Ansprüche an Komfort,
Sicherheit, Energieeinsparung oder multimediale Fähigkeiten gelegt wird,
brauchen keinen EIB-Bus.
Wer aber z.B. eine komfortable Rollladen- und
Lichtsteuerung realisieren will, kommt bei einer Bus-Lösung - trotz der besseren Möglichkeiten -
oft nicht teurer weg als bei einer
Standardlösung.
Wer darüber hinausgehende Techniken einsetzt (z.B.
Alarmanlagen, Gebäudesteuerungen) kann mit Bus-Technik sogar billiger
wegkommen, vieles wird sogar ohne Bus-Technik überhaupt nicht realisierbar
sein.
Unübersehbar ist auch der Trend, dass Regelungs-
und Steuerungstechniken und multimediale Möglichkeiten mehr und mehr
zusammenwachsen. Bestes Beispiel ist das System Homeway von Siemens, das
bereits mit einem Leitungssystem lieferbar ist, das EIB beinhaltet.
Wir statten unsere Häuser bereits mit einer
Leerrohrverkabelung aus, die gleichermaßen für eine konventionelle
Verkabelung mit Telefon, Radio und Fernsehen, als auch für eine
Homeway-Verkabelung mit Instabus bzw. die spätere Nachrüstung geeignet
ist.
Da die Möglichkeiten der neuen Techniken noch viel zu
wenig bekannt sind - ein leider nur sehr geringer Prozentsatz aller
Elektrofirmen z.B. ist damit vertraut - ist ein Gespräch mit dem Fachmann
unerlässlich. Wir beraten Sie hier gerne.
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Artikel
im Stern zum intelligenten Haus Allgemeinverständliche
Einführung zum Instabus So
erklärt Siemens den Instabus intelligente
Haushaltsgeräte Rückblick und Prognosen Crashkurs Bustechnik
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