European Installationsbus  Anwendungsbeispiele in Schlagworten  Voreile intelligenter Gebüdesystemtechnik  Anwendungsbeispiele nach Themen  Bluetooth   Nicht nur Steuersignale  Multimediasystem Home Way  Technologien des Bluetooth-Konsortiums  Artikel im Stern zum intelligenten Haus   Verständliche  Einführung  zum Instabus  Links  Empfehlungen und Tipps für Bauherrn So erklärt Siemens den Instabus

Einsteiger finden hier einen Crashkurs zur Bustechnik

DAS INTELLIGENTE HAUS
Der zukunftsweisende Trend in der Gebäudesystemtechnik
Das Intelligente Heim, das sich individuellen Wünschen seiner Bewohner anpasst, ist keine Utopie mehr. Was sich dahinter verbirgt erfahren Sie hier.


Die Zukunft hat bereits begonnen

Was vor kurzem noch Utopie schien, ist bereits Realität.

Flash-Animation zum intelligenten Haus


(Link auf http://www.das-intelligente-haus.de /ihaus.htm)

Zu Hause glüht die Herdplatte, die Waschmaschine überschwemmt die Wohnung, und zur offenen Balkontüre spazieren die Diebe herein. Wer wünscht sich da nicht einen intelligenten Hüter des Hauses, der alles im Griff hat, solange man außer Haus ist. Und wer träumt nicht davon, bequem auf dem Sofa zu liegen, während die Wäsche gewaschen und getrocknet wird. Am Morgen startet der Wecker mit freundlicher Musik, langsam gehen die Rollläden hoch, das Bad ist bereits vorgeheizt, die Kaffeemaschine fängt an zu blubbern, und die Brötchen werden automatisch ofenfrisch gebacken. 

Für Technikenthusiasten sieht so das Haus der Zukunft aus. Viele Durchschnittsbewohner sind aber skeptisch, ob sie all diesen technischen "Schnickschnack" brauchen. Mancher fürchtet, dass der Computer das Regiment im Haus übernimmt. 

Aber hat die Haushaltsautomatisierung nicht schon längst mit Kühlschrank, Elektroherd, Waschmaschine und Staubsauger begonnen und entlasten sie nicht von der mühevoller Hausarbeit? Vielen ist nur etwas unheimlich zumute, wenn sie daran denken, dass die Geräte im Haus plötzlich ein Eigenleben führen und miteinander "kommunizieren". Dennoch muss niemandem Bange werden, vor allem sind die Vorteile der neuen Technik nicht von der Hand zu weisen.

Zur Übersicht


EIB – European Installation Bus

Mittlerweile bahnt sich ein Durchbruch des EIB auch im privaten  Wohnungsbau an

 

 

 

Bild: Bussysteme, wie der EIB, präsentieren sich als zukunftsweisendes System mit vielen Funktionen (Foto: Deutsche EIBA).

 

 

 

Bis zu 64 Netzteilnehmer können direkt miteinander verbunden werden; sie bilden eine Buslinie. Versorgt werden sie von einem oder mehreren Netzteilen in Abhängigkeit von der Leitungslänge, die bis zu 1km betragen darf. Der Abstand zwischen zwei Teilnehmern darf max. 700m betragen, zum Netzteil sind 350m zulässig. Wenn 64 Teilnehmer nicht ausreichen, können mit Linienkopplern bis zu 12 Linien zusammengeschaltet werden. Für Großanlagen gibt es Bereichskoppler, die den Maximalausbau um den Faktor 15 erweitern.
 

Seinen Siegeszug hat der "European Installation Bus" (EIB) im Zweckbau begonnen, wo er eine wirtschaftliche Nutzung von Gebäuden über ihre gesamte Lebensdauer gewährleistet.  Bussysteme garantieren eine flexible Raumnutzung sowie Möglichkeiten zur Erweiterung oder Anpassung an zukünftige technische Entwicklungen. Lastmanagement und automatisches Schalten bzw. Steuern der Verbraucher lassen die Betriebskosten sinken. Die einfache Verdrahtung mit nur einer Steuerleitung verringert als Nebeneffekt die Brandlast.

Die wesentlichen Aufgaben des EIB sind:

  • Steuern 

  • Schalten 

  • Überwachen, 

  • Melden

  • Anzeigen und Protokollieren.

Mittlerweile bahnt sich ein Durchbruch des EIB auch im privaten (gehobenen) Wohnungsbau an. Die Erkenntnis, dass sich ein solches Bussystem lohnt, wenn die Anforderungen über das bloße Licht ein- und ausschalten hinausgehen, hat sich durchgesetzt. Die höhere Funktionalität (Bild 1), die sich durch die gewachsenen Ansprüche an Komfort, Sicherheit und auch Wirtschaftlichkeit ergibt, lässt sich mit einem Bussystem besser – teilweise sogar ausschließlich – realisieren und dann eventuell preisgünstiger als mit konventioneller Installationstechnik. Auf jeden Fall wird die Zukunft gleich mit installiert, d.h. es ist Flexibilität für zukünftige Nutzungsänderungen oder Erweiterungen gegeben. So besteht auch die Möglichkeit, mit einer EIB- "Grundausstattung" – einer zukunftssicheren Vorverkabelung mit einigen vorerst noch nicht benötigten Versorgungsleitungen und zusätzlichen Installationsdosen – zu beginnen und in den folgenden Jahren entsprechend des vorhandenen Budgets die gewünschten Funktionen und Geräte nachzurüsten. Geändert werden muss dann nur die Programmierung, was sich allerdings als problemlos darstellt.

Zur Übersicht


Anwendungsbeispiele in Schlagworten

Ein Querschnitt von aktuellen und in naher Zukunft möglichen Anwendungen

Der EIB tauscht seine Daten über ein verdrilltes Adernpaar aus (Twisted Pair). Im Prinzip reicht dafür ein einfaches Telefonkabel. Um aber nach VDE diese Kleinspannungsleitung im gleichen Kanal wie die Netzleitungen führen zu dürfen, wurde das Spezialkabel J-Y(St)Y eingeführt, dessen Außenisolation bis 4kV spannungsfest ist. Innerhalb der Schalterdosen sind aber Maßnahmen zur Trennung von Datenkabel und 230V-Welt nötig.
 

Bereits Realität:

  • Raumweise Temperaturabsenkung bei Abwesenheit bzw. außerhalb der Nutzungszeiten

  • Haustürschloßgesteuertes Absenken der Heizung und Freischalten definierter Steckdosen und/oder Verbraucher bei automatischer Aktivierung von Überwachungs- bzw. Alarmfunktionen

  • Fernwartung und evt. Reparatur bzw. Reparaturdiagnose von angeschlossenen Geräten (z.B. Heizung, Fernseher, Stereoanlage, Waschmaschine, Gefrierschrank, Geschirrspüler, Kühlschrank usw.)

  • Anwesenheitssimulation im Urlaub

  • Durch einen Telefonanruf können die sich außerhalb des Hauses aufhaltenden Bewohner die Absenkphase des Heizungssystems beenden, die Waschmaschine starten oder die Sauna aufheizen.

  • Bislang ungeahnte Möglichkeiten in der Sicherheitstechnik, intelligente, hocheffiziente Alarmsysteme

  • Lichtszenen: Auf Knopfdruck eine bestimmte Kombination und Lichtstärke von Lampen wählen. 

  • Panikbeleuchtung: Mit einem Schalter im Schlafzimmer das Licht im ganzen Haus und im Garten einschalten (z.B. bei Einbruch)

  • Selbständiges Abstellen des Staubsaugers beim Läuten des Telefons.

  • Elektrische Energie wird von den Geräten angefordert und nach Erhalt bestätigt, wodurch sich die Sicherheit im Haus erhöht: spielt ein Kind an der Steckdose, so bedeutet das keine Gefahr mehr, da ein Finger kein Signal zur Stromanforderung auslösen kann. 

  • Wird an ein Gerät von einer bestimmten Ressource weniger geliefert als angefordert, lässt dies auf eine beschädigte Leitung schließen, woraufhin die Leitung gesperrt und die Bewohner benachrichtigt werden.

  • Bei zu starken äußeren Wärmeeinwirkungen kann mit Hilfe der Beschattungseinrichtungen (Jalousie, Markisen) und auch durch Lüften entgegengewirkt werden.

  • Bereitstellung von Warmwasser zu gewünschten Zeitpunkten, ohne unnötige bzw. zu frühe Wassererwärmung.

  • Kinder überwachen

  • Regelungsstrategie, die neben der Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit berücksichtigt.

  • Lastmanagement:  Gleichmäßigen Verbrauch an Energie im privaten Haushalt anstreben, Lastspitzen vermeiden und den Verbrauch soweit wie möglich in Niedrigtarifzeiten verschieben.

Bald Realität:

  • automatisierte Abfallentsorgung

  • anspruchsvolles Abfallsortieren, mit visuellen Informationen und Sensordaten über die Materialbeschaffenheit als Grundlage

  • Heizungssteuerung nach den Wetterdaten und -prognosen des meteorologischen Dienstes

  • "intelligenter" Stromzähler weiß, wann und von welchem Anbieter der billigste Strom aus der Steckdose kommt

  • Erdbebenerkennung durch Fuzzy-Regler: Alarmierung der Bewohner, mit Kappen sämtlicher Versorgungsleitungen (in Japan bereits in Erprobung)

  • Wasser mehrfach verwenden und Regenwasser in die Versorgung einbeziehen

  • neu gekauft: Radio, Fernseher an die Kommunikationssteckdose im  angeschlossen, schon auf die Lieblingssender programmiert

Zur Übersicht


Vorteile intelligenter Gebäudesystemtechnik


Vorteile

  • Energieeinsparung von ca. 30 % im durchschnittlichen Einfamilienhaus

  • Reduzierung des "Elektrosmogs" um ca. 50 %, Netzfreischaltung für Schlafräume, erhöhtes Wohlbefinden

  • Hohe Flexibilität und Zukunftssicherheit, Erweiterungen problemlos, Nutzungsänderung durch einfaches Umprogrammieren

  • vereinfachte Wartung von Gebäudekomplexen via Telefon oder Internet, gezielte Abfrage von Messwerten und Zuständen von einer zentralen Stelle aus

  • Sicherheit durch visuelle und akustische Überwachung, Automatik- und Fernbedienung von Beleuchtung und Jalousieanlagen, Alarmmeldung per Telekommunikation

  • automatische Konfiguration von Geräten am Netz, vereinfachte Inbetriebnahme

  • Komfort durch Überwachung und Steuerung der Inhalte von Gefrier-, Kühl- und Vorratsschränken, Ausdruck von Einkaufszettel

  • Wartungs- und Reparaturfreundlichkeit durch Fehlerprotokolle, bzw. einfachen Komponentenaustausch

  • behindertengerechte Wohnung mit Sprachsteuerung und -ausgabe für Blinde, Notrufdienste mit Videobeobachtung, Heimautomation

  • konsumentenfreundliche Verbrauchsabrechnung durch Anbindung an TK-Netze.

  • Trennung der Signalübermittlung und Spannungsversorgung der Verbraucher > Spannungsleitung unabhängig von Schaltstellen oder Sensorpositionen
  • gemeinsame Nutzung von Signal und Steuerleitungen
  • leichte Verknüpfbarkeit und Mehrfachnutzung verschiedener Sensoren
  • Änderung und Erweiterung der Anlage ohne großen Installationsaufwand
  • Kompatibilität aller EIB-Geräte, auch von unterschiedlichen Herstellern
  • Visualisierung der Betriebszustände aller Geräte ohne großen Aufwand möglich

Zur Übersicht


Anwendungsbeispiele nach Themen

 


Abbildung: Grundfunktionen der Heim Automation Quelle: Domologic

  • Fernkontrolle
    Wer kennt nicht das Gefühl der Unsicherheit nach den ersten Kilometern der Urlaubsreise, ob in der zurückgelassenen Wohnung der Herd abgestellt ist, alle Fenster geschlossen sind oder ähnliche Fragen. Ein „Intelligentes Haus“ kann hier selbst dafür sorgen, dass alle Geräte und Systeme in einem sicheren Zustand sind. Zudem kann von jedem Telefon aus der Zustand einzelner Geräte oder Systeme abgefragt und gegebenenfalls korrigiert werden.
    Auf die gleiche Weise können vor der Heimfahrt, sei es nun vom Urlaubsort oder vom Arbeitsplatz aus per Telefon Geräte oder Systeme so eingestellt werden, wie sie bei Ankunft vorgefunden werden wollen.

  • Fernablesen von Verbrauchszählern
    In Zusammenarbeit mit Versorgungsunternehmen kann das Ablesen der Verbrauchszähler (Strom, Wasser, Gas) vereinfacht werden, da auch die Zähler Komponenten des Haussystems sein können und somit per Telefon abgefragt werden können. Eine Anwesenheit der Bewohner bei Ablesung oder ein Selbstablesen ist nun nicht mehr notwendig. Eine Vereinfachung ergibt sich auch bei einem Wohnungswechsel. Zum Auszugszeitpunkt kann telefonisch das Ablesen ausgelöst werden. Wird innerhalb des Bereiches eines Versorgungsunternehmens umgezogen, können die Daten direkt von der aufgegebenen in die zukünftige Wohnung übertragen werden und es entfallen zusätzliche Abrechnungen

  • Lastmanagement
    Das Ziel des Lastmanagements ist es einen möglichst gleichmäßigen Stromverbrauch, verteilt über einen Tag, zu erreichen. Der Stromverbrauch von Haushalten hat auf die Tagesverteilung einen erheblichen Einfluß, so entstehen zum Beispiel um die Mittagszeit herum Spitzenwerte, was auf den Stromverbrauch beim Kochen zurückzuführen ist. Über billigere Tarife zu Zeiten mit niedriger Auslastung versuchen die EVUs für Haushalten einen Anreiz zu bieten den Stromverbrauch auf solche Zeiten zu verlagern. Bisher wurden die Billigtarifzeiten durch statistische Auswertung über des Stromverbrauch über einen längeren Zeitraum festgelegt. Eine dynamische Anpassung auf aktuelle Verbrauchswerte ist mit diesem Verfahren nicht möglich. Die Kopplung eines EVU mit den Haussystemen der angeschlossen Haushalte eröffnet aber eine sehr flexible Methode, den Stromverbrauch zu homogenisieren. Bei diesem Verfahren würde der Kunde den Bedarf, einen Großverbraucher (z.B. Waschmaschine) zu nutzen, anmelden und zusätzlich einen Zeitpunkt nennen, bis zu dem das Gerät spätestens seine Arbeit verrichtet haben muss. Das EVU weiß somit immer, welche Geräte in nächster Zeit Strom benötigen und kann eine gleichmäßige Verteilung vornehmen, indem die Geräte innerhalb der Zeitvorgaben vom EVU ferngestartet werden können. Geräte, die dabei zu Zeiten geringer Auslastung gestartet werden können, bekommen Strom zu besonders günstigen Tarifen.
    Diese Anwendung ist sowohl aus global ökologischer Sicht vorteilhaft, kann aber auch dem Verbraucher deutliche Kostenvorteile verschaffen, wenn er Großverbraucher in seiner Wohnung vorausplanend nutzt.

  • Anwesenheitssimulation
    Aufgrund von Berichten in den Medien über eine deutlich erhöhte Kriminalstatistik wächst das Bedürfnis der Bürger nach mehr Sicherheit. Eine Möglichkeit der Einbruchsvorbeugung ist es, auch eine leere Wohnung bewohnt aussehen zu lassen (z.B. während des Urlaubs). Bisherige Systeme (insbesondere Zeitschaltuhren für Licht und Rollläden) sind gerade bei längerer Abwesenheit wie Urlaub zu inflexibel. Mit einem Haussystem können zum einem alle Systeme in eine Anwesenheitssimulation eingeschlossen werden und zum anderen wesentlich komplexere Schaltprogramme vorgegeben werden, so dass keine Wiederholungsmuster, die auf eine Automatisierung schließen lassen, erkennbar vorkommen müssen. Des weiteren kann auf Wettereinflüsse reagiert werden, so dass z.B. die Rollläden an sonnigen Tage später als an bewölkten Tagen herabgelassen werden.

  • Fehlalarmvermeidung
    Bei konventionellen Alarmanlagen reicht genau das Ansprechen eines Sensors aus, um einen Alarm auszulösen. Dies führt zu häufigen Fehlalarmen und schließlich dazu, dass die Anlage abgeschaltet bleibt, oder dass ein echter Alarm von den Nachbarn ignoriert wird. Prinzipiell entsteht aber bei einem Einbruch soviel Aktivität, dass mehrere Sensoren nach bestimmten Mustern ansprechen müssten. Die Auswertung der Sensoreninformationen über ein Expertensystem, in dem solche Muster eingegeben sind, kann die Anzahl von Fehlalarmen deutlich verringern. Voraussetzung hierbei ist aber, dass Sensoren einzeln ausgewertet werden können, und nicht, wie bisher, zu Schleifen zusammengefasst sind. Die Vernetzung der Sensoren über einen Hausbus schafft aber genau diese Voraussetzung.

  • Heizungssteuerung
    In einem Haussystem können auf einfache Weise viele Größen für eine effiziente Heizungsregelung verwendet werden. Bislang ist meist nur ein Temperaturfühler vorhanden. Des weiteren können einzelne Räume oder Heizzonen getrennt geregelt werden. Dazu ist es notwendig, dass Heizkörperventile elektrisch betrieben werden können und dass verschiedene Sensoren zur Verfügung stehen. Bei der Regelung der Gesamtleistung der Heizungsanlage und der einzelnen Räume bzw. Heizzonen können dann Größen wie Raum-Ist-Temperatur, Anzahl von Personen in einem Raum, Außentemperatur, Windrichtung und -stärke sowie Fensterstellungen mit berücksichtigt werden. Sind elektrische Fensteröffner vorhanden, kann ein automatisches Lüften unter ökologisch/ökonomischen Gesichtspunkten erfolgen (z.B. während einer Absenkungsphase der Heizung).

  • Hilfe für Senioren und Behinderte
    Für Menschen mit einschränkten Fähigkeiten (z.B. Motorik oder Sehvermögen) ist die Benutzung normaler technische Geräte kaum oder oft auch gar nicht möglich, da die Bediensysteme nicht an ihre Bedürfnisse angepasst sind. Für einige weit verbreitete Behinderungen, wie etwa Blindheit, sind teilweise Spezialanfertigungen technischer Geräte verfügbar. Mit einem Haussystem sind aber flexiblere Lösungen möglich. Bei dieser Technik braucht nur einmal ein spezielles Ein-/Ausgabesystem vorhanden zu sein. Über dieses System können nun alle an den Bus angeschlossenen Geräte wieder bedient werden, wobei diese Geräte keine teuren Spezialanfertigungen zu sein brauchen. Bei einem modularen Konzept für solche speziellen Ein-/Ausgabesysteme können diesen individuell den Bedürfnissen einzelner Personen angepasst werden. Bei geänderten Bedürfnissen können diese Systeme leicht und kostengünstig angepasst werden.
    Je nach Bedarf lassen sich in ein Haussystem einfach Zusatzsysteme aufnehmen, z.B. elektrische Türöffner, wenn der Fall eintritt, dass ein Bewohner auf einen Rollstuhl angewiesen wird. Da ein Haussystem mit den Bedürfnissen der Bewohner mitwächst, können Menschen auch bei Fortschreiten altersbedingter Einschränkungen meist noch weiterhin autonom in ihrer gewohnten Umgebung leben.

Zur Übersicht


Heimautomation und Multimedia

Einsparung von Energie, dazu Arbeitserleichterung, Komfort und Sicherheit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der neue Konnexstandard macht's möglich: Eine Koppelung von Powerline (Datenübertragung über das Stromnetz mit Konnex PL132 - hier rot) und Twisted Pair (Leitungsnetz 24V mit Konnex TP1 - hier grün)

 

 

Einerseits ermöglicht die Netztechnik im intelligenten Heim, Haus- und Haushaltstechnik, Beleuchtung und Heizung, Zugangsberechtigung und Brandschutz so exakt zu steuern, zu nutzen und zu überwachen, dass Einsparung von Energie, dazu Arbeitserleichterung, Komfort und Sicherheit in hohem Maß gewährleistet sind. Bei Bosch beginnt die Schilderung eines "Tages mit Domotik" im Internet so: 

"Zeitgesteuert oder per Knopfdruck heben sich die Rollläden im gesamten Haus. Auf Wunsch entscheidet Domotik mittels Helligkeitssensoren, in Abhängigkeit vom Tageslicht, ob sich die Rollläden öffnen oder sich das Licht anschalten soll. Kurz zuvor hat Domotik bereits die Heizung im Bad, in der Küche und im Esszimmer von der Nachtabsenkung auf behagliche Wärme reguliert. Radio oder Fernsehen schalten sich, auf Wunsch zeitgesteuert, zu den Frühstücksnachrichten ein. Auch Kaffeemaschine und Eierkocher haben - falls gewünscht - ihre Arbeit aufgenommen…"


Andererseits soll alles, was schon heute oder in Zukunft an modulierten Trägerfrequenzen oder multimedialen Signalen im Heim üblich ist, nicht mehr auf separate Steckdosen verteilt werden. Statt dessen steht ein Netz zur Verfügung, das noch dazu über so viel integrierte Intelligenz verfügt, dass angeschlossene Geräte sich netzintern selbst konfigurieren und genau die Informationen bzw. Signale dem Netz entnehmen oder zuführen, die sie brauchen oder anzubieten haben.


Abbildung: Pilotprojekt Gifhorn Quelle: Domologic

Zur Übersicht


Nicht nur Steuersignale

Die Entwicklung von intelligenten Systemen, durch die Haushalts- und CE-Geräte miteinander kommunizieren und zugleich "Inhalte" übertragen können, ist in vollem Gange.

Ein Heim wird freilich nicht nur deshalb vernetzt, damit es mit Hilfe von Steuersignalen sparsam beheizt und beleuchtet werden kann. Längst werden auch Telefon-, Fax-, Antennen-, Audio-, Video- und Computersignale in einzelnen Räumen oder Wohnhäusern verteilt. Die Entwicklung von intelligenten Systemen, durch die Haushalts- und CE-Geräte miteinander kommunizieren und zugleich "Inhalte" übertragen können, ist daher in vollem Gange. Sie basieren auf etablierten Standards der Informationstechnik.
Windows 2000 und XP von Microsoft enthalten die Plug-and-Play-Technik zur automatischen Erkennung aller Devices innerhalb eines PC. Diese Fähigkeit soll ein künftiges Universal Plug and Play, abgekürzt UPnP, auf Geräte in einem (externen) Netzwerk erweitern. Sobald Geräte, die UPnP unterstützen, an ein Netz angeschlossen werden, konfigurieren sie sich automatisch. UpnP erkennt nicht nur die Geräte selbst, sondern auch relevante Produkteigenschaften einschließlich der Kommunikationsprotokolle. Eine digitale Kamera kann beispielsweise einen Drucker im Netz - ggf. samt seiner Fähigkeit, farbig zu drucken - automatisch "entdecken" und ein entsprechendes Foto direkt ausdrucken lassen.
Ähnliches gilt für Geräte, die Jini (Java Intelligent Network Infrastructure) von Sun Microsystems unterstützen. Jini basiert auf Java; ein bestimmtes Betriebssystem ist also nicht erforderlich. 

Trotz gewisser Gemeinsamkeiten stehen die Technologien von UPnP und Jini für unterschiedliche Philosophien:

  • UpnP sieht den PC und die Betriebssoftware Windows im Zentrum des Haushalts der Zukunft. Der PC kontrolliert alles, vom Stromverbrauch über den Anrufbeantworter bis hin zur Übertragung von Videodaten.

  • Jini verfolgt dagegen einen radikal dezentralen Ansatz, bei dem Kontrolle und "Intelligenz" über das ganze Netzwerk verteilt ist und explizit keine Zentrale existiert.

Die Deutsche Telekom hat einen eigenen Lösungsansatz. Im "Smart Home" wird eine drahtlose ISDN-Vernetzung eingesetzt. Geräte, die via Kommunikationssteckdose oder über Funk miteinander verbunden sind, melden sich selbst im Netz an und konfigurieren sich automatisch. "Man kauft ein neues Radio, schließt es an die Dose an, und schon ist es auf die Lieblingssender programmiert." Die Kommunikationssteckdose führt über ISDN oder T-DSL ins Internet. Dazwischen kommen Gateways und intelligente Plattformen zum Einsatz. Das Ziel: Jedes Gerät im Haushalt lässt sich via Internet oder per Sprache von jedem Telefon aus überwachen und fernsteuern. Im übrigen soll eine technische Plattform entwickelt werden, die es Service Providern erlaubt, ihre Dienstleistungen den privaten Haushalten direkt anzubieten. Zur Übersicht

Bluetooth

Mitte 1999 haben die Gründungsunternehmen des Bluetooth-Konsortiums (Ericsson, Nokia, Toshiba, IBM, und Intel) die offene Bluetooth-Spezifikation 1.0 vorgestellt. Bluetooth ist für Kurzstrecken-Funkverbindungen zwischen PDAs, Laptops, Handys und andere tragbare Geräte gedacht. Dadurch konkurriert Bluetooth mit dem bekannten IrDA-Standards für die Infrarot-Datenübertragung. Mit Bluetooth-Adaptern ausgestattete Geräte erkennen sich automatisch und bauen eine Netzverbindung untereinander auf. Auf der Trägerfrequenz 2,4 GHz gelangen die Daten von einem Adapter zum anderen.
Die Signale haben keine Vorzugsrichtung und sind daher im Prinzip von jedem entsprechenden Gerät zu empfangen. Damit nur Geräte miteinander kommunizieren können, denen das zusteht, gibt es eine eindeutige Identifikation (ID) und zusätzlich eine Verschlüsselung. Die Reichweite ist auf 10 m beschränkt, die Datenrate beträgt maximal 1 Mbit/s.
Erstes und typisches Bluetooth-Produkt war ein Art Freisprecheinrichtung. Sie ermöglicht eine drahtlose Verbindung zum Handy, im Umkreis von 10 m und ohne Sichtverbindung. Das Mobiltelefon kann also im Koffer verstaut sein.

www.bluetooth.com

Zur Übersicht


Multimedia-System Home Way von Siemens

Es vereinigt alle Leitungen für Fernsehen, Internet und Telefon.

 

Die Steckdosen sind nach dem Baukastenprinzip konzipiert und lassen sich mit wenigen Handgriffen auf etwaige neue Bedürfnisse hin anpassen.  

Das Multimedia-System "Home Way" vereinigt alle Leitungen für Fernsehen, Internet und Telefon. Es wird als sternförmiges Netzwerk  verlegt und verwendet ein neuartiges Kabel, das sowohl gewöhnliche Kupferadern als auch ein abgeschirmtes Koaxialkabel enthält. Alle Signale, die über Satellit, Kabel oder Antenne ins Haus gelangen, münden in einen Systemverteiler. Von dort leitet eine zentrale Elektronik die Informationen in das elektronische Hausnetzwerk. In den Räumen dienen neu entwickelte Multimedia-Steckdosen als Zapfstellen für Telefon, Fernsehen oder Computer.

Bei HomeWay von gibt es nur noch einen Stecker und ein Kabel: Für Telefon und Kabel-TV, für Digitalradio, ADSL-Kommunikation, Computernetze usw.  HomeWay war das erste Multimedia- und Heimautomatisierungssystem (mit Instabus EIB) in Europa.

Die zugehörige Multimediasteckdose enthält austauschbare Einsätze für den Anschluss der verschiedenartigen Endgeräte. Mit wenigen Handgriffen lassen sich die Einsätze austauschen, wenn die Dose anders genutzt werden soll.

Die Koaxialleitungen des Systems bieten eine Übertragungsbandbreite von mehreren Gigahertz, für die Datenübertragung stehen bis zu 100 MHz zur Verfügung - das ist tausend Mal schneller als bei ISDN.

Technologien des Bluetooth-Konsortiums

DigitalDNA: Das Motorola DigitalDNA-Lab will sich auf die Entwicklung einer Technologie konzentrieren, die digitale Geräte netzwerk-geeignet macht, um intelligente Produkte wie Fernseher, Autos, Haushaltsgeräte, PDAs und drahtlose Kommunikationssysteme miteinander zu verbinden.

IEEE 1394 (Firewire): Sony arbeitet seit 1992 an der Entwicklung der Bus-Technik IEEE 1394/1995 (Firewire) von Apple mit und demonstrierte auf dieser Basis anlässlich der IFA 99 sein digitales Home-Entertainment-Netzwerk. Es soll die Verbindung zu externen Entertainment- oder Informations-Angeboten wie Digital-TV oder Internet herstellen, die über Home Gateways ins Haus gelangen. IEEE 1394 bezeichnet eine serielle Schnittstelle zur Übertragung digitaler Daten mit bis zu 400 Mbit/s.

IES (Integriertes Empfangs-System): Mit der Struktur des IES können bestehende Verteil- und Kommunikationsstrukturen (Kabel, Terrestrik, Telefon) durch gemeinschaftlichen Sat-Empfang ergänzt werden. Die zugehörige Steckdose kombiniert Antennen- und (TAE-)Telefonanschluss.

ATVEF (Advanced Television Enhancement Forum): Bei der Verschmelzung von Internet und Fernseher soll das Surfen mit dem Fernseher technisch optimiert werden. ATVEF will sich auch den Markt der Heimvernetzung nicht entgehen lassen. In den entworfenen Normen finden sich Anschlüsse, über die weit mehr als nur Fernseher und Computer gesteuert werden können.

Ebenfalls am Wettlauf zum Standard für Heimnetze beteiligt sind Novell mit der Schnittstelle NetTOP und Cisco mit seinem Heim-Router Cisco 924. Aber auch IBM (T Spaces), Lucent (Inferno) und HP (JetSend) arbeiten an ähnlichen Konzepten.
www.atvef.com

weitere Links zum Thema:

www.honeywell.de
www.mediafusionllc.net
www.sun.com/jini/

Zur Übersicht


Links

 


Empfehlungen und Tipps für Bauherrn

Intelligente Gebäudesystemtechnik bald gängiger Standard

 

 

Großer Nachholbedarf in der Gebäudetechnik

 

 

 

 

Einstieg in EIB-Lösungen ab
 € 3.000,-

 

 

Vor EIB-Buslösungen abzuraten wenn ihnen kein konkreter Nutzen gegenüber steht. 

 

 Ansspruchsvolle Gebäudetechnik mit Bus-Technik sogar billiger

 

 

Steuerungstechnik und Multimedia wachsen zusammen 

 

Homway/Bus-Leerrohrverkabelung bei uns bereits Standard

Man geht davon aus, dass bis 2010 50 % aller neu gebauten Häuser mit intelligenter Gebäudesystemtechnik ausgerüstet sein werden. Mittlerweile über 200 Firmen arbeiten mit Intensität und mit Milliardeninvestitionen daran, Produkte für die Heimanwendung - also für den klassischen Häuslebauer - zur Serienreife zu bringen. Es ist daher wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis die intelligente Gebäudesystemtechnik  gängiger Standard im privaten Wohnungsbau ist. Fachleute erwarten hier eine ähnliche Entwicklung wie beim Handy, dessen heutige Verbreitung sich vor wenigen Jahren noch kaum jemand hätte träumen lassen.

Der Nachholbedarf in der Gebäudetechnik ist groß. Bei isolierter Betrachtung nur der Elektrotechnik eines Hauses ist festzustellen, dass sich seit den Fünfziger Jahren - vom Aussehen der Schalter einmal abgesehen - kaum etwas geändert hat. Wie aber hat sich z.B. das Auto in diesem Zeitraum entwickelt? Jedes Mittelklassefahrzeug, das wir am Tag durchschnittlich 45 Minuten nutzen und das eine Lebensdauer von gerade einmal 10 Jahren hat, verfügt - anders als das heute noch gängige Standardhaus - über eine Vielzahl an intelligenter Technik (intelligentes Motormanagement, Bremssteuerung, ABS, ASR, elektrische Fensterheber, Wegfahrsperre, Airbags usw.). Nicht wenige sind bereit, für ein Fahrzeug der gehobenen Mittelklasse € 10.000,-- an Extras auszugeben.

Beim Bau eines Hauses gilt der Einstieg in EIB-Lösungen ab € 3.000,--. Für € 10.000,-- lässt sich bereits eine ganze Menge realisieren. Anders als beim Auto amortisieren sich solche Ausgaben aber durch Energieeinsparung, Komfort und Zusatznutzen oft schon in kurzer Zeit, vor allen Dingen stehen sie ein ganzes Hausleben zur Verfügung.

Dennoch ist vor EIB-Buslösungen abzuraten, auch von sogenannten vorbereitenden Installationen, wenn ihnen kein konkreter Nutzen gegenüber steht. Häuser, bei denen keine zusätzlichen Ansprüche an Komfort, Sicherheit, Energieeinsparung oder multimediale Fähigkeiten gelegt wird, brauchen keinen EIB-Bus.

Wer aber z.B. eine komfortable Rollladen- und Lichtsteuerung realisieren will, kommt bei einer Bus-Lösung - trotz der besseren Möglichkeiten - oft nicht teurer weg als bei einer Standardlösung.

Wer darüber hinausgehende Techniken einsetzt (z.B. Alarmanlagen, Gebäudesteuerungen) kann mit Bus-Technik sogar billiger wegkommen, vieles wird sogar ohne Bus-Technik überhaupt nicht realisierbar sein.

Unübersehbar ist auch der Trend, dass Regelungs- und Steuerungstechniken und multimediale Möglichkeiten mehr und mehr zusammenwachsen. Bestes Beispiel ist das System Homeway von Siemens, das bereits mit einem Leitungssystem lieferbar ist, das EIB beinhaltet.

Wir statten unsere Häuser bereits mit einer Leerrohrverkabelung aus, die gleichermaßen für eine konventionelle Verkabelung mit Telefon, Radio und Fernsehen, als auch für eine Homeway-Verkabelung mit Instabus bzw. die spätere Nachrüstung geeignet ist.  

Da die Möglichkeiten der neuen Techniken noch viel zu wenig bekannt sind - ein leider nur sehr geringer Prozentsatz aller Elektrofirmen z.B. ist damit vertraut - ist ein Gespräch mit dem Fachmann unerlässlich. Wir beraten Sie hier gerne.

Zur Übersicht

Artikel im Stern zum intelligenten Haus   Allgemeinverständliche Einführung zum Instabus     So erklärt Siemens den Instabus   intelligente Haushaltsgeräte Rückblick und Prognosen Crashkurs Bustechnik 


 

Home|Einfamilienhäuser|Doppelhäuser|Fotogallerie|Hausstudien|Informationen|Baubeschreibung|
Farbgestaltung
|Bauförderung|Kontakt

© Firmengruppe Hausbau Augsburg, Stettenstr 28. 86150 Augsburg, Tel.: 0821/38899, Fax.: 0821/38877