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Energieeinsparung, Wärmedämmung, alternative Heizsysteme:
Themen, die uns alle angehen und dennoch: Nirgendwo werden Verbraucher mehr
hinters Licht und Irre geführt, wie auf diesem Gebiet. Wirtschaft,
Interessensverbände und Politiker haben eine recht merkwürdige Allianz
gebildet. Die einen wollen verkaufen, die anderen wollen schön reden, wobei
das schön rechnen (EnEV, kfW 40, 3-Liter-Haus usw.) besonders in Mode gekommen
ist. Die Lobbyarbeit der Wirtschaft hat noch etwas
geradliniges. Anders sieht es bei der Politik aus. Es fehlen Konzepte, teilweise
herrscht Ratlosigkeit. Dies hat jedoch noch keinen Politiker davon abgehalten,
Patentrezepte zu verbreiten und schulmeisterliches Besserwissen an den Tag zu
legen. Bei Politikern jeder Richtung steht die Rettung
des Weltklimas = Verringerung der Treibhausgase = verbesserter Wärmeschutz ganz
oben auf der Themenliste. Wie
dies zu erreichen ist, darüber gehen die Meinungen allerdings weit auseinander.
Dies zeigen die ersten Forderungen nach wieder mehr Atomkraft zur Senkung des
CO2-Ausstoßes. Wo Politik und Wirtschaft derartig Hand
in Hand marschieren, fällt es natürlich besonders leicht, Verbraucher und
Steuerzahler hinters
Licht zu führen. Schließlich heiligt der Zweck die Mittel. Wirtschaftlichkeit
hin oder her: Papperlapapp! Es geht um viel wichtiges: Anschubfinanzierung,
Zeichen setzen, persönlicher Beitrag (zu was auch immer). Summa summarum
wird dem
ehrfürchtig staunendem Bürger weis gemacht, er würde mit dieser oder
jener Maßnahme sowohl kräftig sparen, als auch einen gewichtigen Beitrag zur
Rettung des Weltklimas leisten. Dazu haben Politiker und Beamte Verfahren und
Nachweise entwickelt, die zu abartigen Ergebnissen führen: Nicht mehr der
tatsächliche Wärmebedarf wird ermittelt. An dessen Stelle ist ein
pseudowissenschaftliches Fitzelswerk getreten, das willkürlich und wenig
nachvollziehbar Boni und Rabatte, aber auch Strafzettel im Hinblick auf den
CO2-Ausstoß verteilt. Der Praxisbezug ist gleich Null. Wehe dem, der seine
Heizung entsprechend diesen Berechnungen auslegt. Die ultimative Empfehlung auf
Grundlage dieser Berechnungen lautet: Heizen Sie mit Holz, dann
können Sie auf Wärmedämmung ganz verzichten. Den Unsinn
solcher Rechenspiele illustriert folgender Insider-Tipp: Man behaupte in der
EnEV-Berechnung, dass 35 % der Energie durch einen Kaminofen erzeugt würde. So
entsteht, ohne jede zusätzliche Investition, spielend ein KfW-60-Haus. Jetzt
noch die halbe Außenwand durch Styropor ersetzen und fertig ist das KfW-40 oder
gar 3-Liter-Haus und zwar ganz ohne Mehrkosten. Allerdings nur auf dem Papier.
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