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Wie bereits dargelegt entfallen nur rund 16 % des Wärmeenergiebedarfs für
ein modernes Einfamilienhaus in Form von Transmissionswärmeverlusten auf die
Außenwände. Realistisch gerechnet und bei Einsatz einer Wärme- pumpenheizung
bedeutet eine Verbesserung des Wärmedämmstandards der Außenwände somit eine
Ersparnis von maximal € 14,--/Jahr - und zwar für das gesamte Gebäude, nicht
etwa auf einen Quadratmeter bezogen - um Missverständnissen gleich vorzubeugen. Eine
solche Verbesserung um 20% könnte (muss aber bei Leibe nicht) durch den
Einsatz eines Wärmedämmverbundsystemes, bestehend aus einer 30 cm starken
massiven Außenwand mit einer 8 cm starken Wärmedämmung erreicht werden. Ein billiges
System, bestehend aus billigsten Wärmedämmung (nämlich Styropor) in
Verbindung mit einem billigeren Wandbaustoff, verursacht beim Neubau kaum
Mehrkosten. Wir werden diese Kosten im folgenden daher vernachlässigen. Die
tatsächlichen Mehrkosten jedoch, die ein solches System verursacht, sind
horrend und stehen in keinem Verhältnis zur beabsichtigten Einsparung. Ein
Wärmedämmverbundsystem hat eine technische Lebensdauer von 20 Jahren. Diese
Lebenserwartung ist im Mittel durchaus realistisch, obwohl es Systeme gibt, die
durchaus länger halten. Dafür fallen verschiedene Systeme wesentlich früher
diversen Umwelteinflüssen zum Opfer. Woran die meisten Bauherrn überhaupt
nicht denken, sind die Kosten für die spätere Erneuerung, und die haben es in
sich. Die aktuellen Kosten betragen für eine 8 cm starke Wärmedämmung inkl.
Gerüst und Putz ca. € 60,-- + ca. € 20,-- für die Entfernung und
Entsorgung eines Altsystems, was inkl. Mehrwertsteuer rund € 95,--/qm
ausmacht. Ein kleineres Satteldachhaus mit ca. 230 qm Außenwandfläche
verursacht somit - zu heutigen Preisen gerechnet - sage und schreibe €
21.850,-- an Wartungskosten, denen die besagten (wenn überhaupt) € 14,--
jährliche Einsparung gegenüber steht. Der Versuch einer Wirtschaftlichkeits -
oder Investitionsrechnung - würde ins lächerliche abgleiten. Es möge daher
ein jeder selbst nachrechnen.
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